BloggingSonntag-changiereffekt

Seitdem ich blogge, weiß ich… (BloggingSonntag)

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BloggingSonntag-changiereffekt
Bloggen gehört nun schon seit über 8 Jahren zu meinen liebsten Hobbys. Was als Spielerei begann, hat sich nun zu einem ganz eigenen Gefühl, einer eigenen Identität entwickelt: Ich bin Bloggerin.
Ganz unweigerlich lernte ich während dieser Zeit einige Dinge, die ich ohne das Bloggen wohl nicht in der Form erlebt hätte. Für den heutigen BloggingSonntag vom Blogger-Treff-Forum geht es um meine Erkenntnisse aus vielen Jahren des Bloggens.

Seitdem ich blogge, weiß ich…

1. … was ich besonders gut kann: Schreiben!

Als ich ganz naiv meinen ersten Blog anfing, gingen die ersten Worte noch recht holprig über die Tastatur. Worüber sollte ich schreiben? Und wie beginnt man einen Blogpost?
In den letzten Jahren fiel mir das Bloggen nicht nur zunehmend leichter, sondern ich wusste, dass das Schreiben zu meinen sogenannten „Kernkompetenzen“ gehört und mir wirklich Freude macht. 😀 Wie wichtig es dabei ist, inhaltlich fokussiert zu bleiben, habe ich bereits erklärt: Deine Message – wie dein Leser dich besser versteht

2. … zum Bloggen mehr gehört als Schreiben

Aber ich musste auch lernen, dass ein Blog nicht allein von den Artikeln lebt, ja gar nicht leben kann. Schließlich will man ja, dass andere auf das eigene Hobby aufmerksam werden. Also heißt das Zauberwort „Marketing“ oder „Promotion“. Heute ist es zwar ziemlich leicht, die eigenen Blogbeiträge in den sozialen Kanälen zu streuen, allerdings wird es zunehmend schwieriger, gesehen zu werden. Es gibt so viele Blogger, die die gleiche Strategie fahren. Wichtig ist daher, einen richtigen Plan zu haben, der allerdings flexibel genug ist, um auch mal was Neues auszuprobieren. Wenn du als Blogger schon eine Strategie hast, bist du vielen Anfängern bereits um Meilen voraus.

3. … dass Blogger keine Einzelkämpfer sind

Blogger sind Herdentiere. Das Hobby verbindet ungemein, sodass regelmäßig Bloggertreffen stattfinden und die Vernetzung über Facebook, Foren und E-Mails einfacher denn je ist.
Wer für sich alleine bloggen will, kann das natürlich auch tun – daher ist dieses Hobby in meinen Augen ja so perfekt. 😉
Möchtest du allerdings „weiterkommen“, erfolgreicher werden, deine Bekanntheit steigern oder einfach neuen Input erhalten, kommst du an Kontakten nicht vorbei.

4. … dass „Blogger“ ein Beruf ist

Die meisten Ordnungsämter wissen bei der Gewerbeanmeldung gar nicht, was ein Blog ist. Allerdings akzeptieren einige doch die Bezeichnung „Blogger“ im Gewerbeschein. Und viele Blogger können von ihrer Tätigkeit als ebensolche schon fast leben. Natürlich gehört da mehr dazu, als nur die Website. Viele sind noch Speaker, Berater etc. Aber alles in allem fußt die berufliche Tätigkeit auf dem Blog.
Vor 8 Jahren war das völlig unbekannt für mich. Heute wundert es mich überhaupt nicht.

5. … dass es ok ist, seine Interessen zu ändern

Dein Blog braucht eine Ausrichtung! Nur in einer Nische wirst du erfolgreich!“ so oder so ähnlich tönt es aus verschiedenen Blogtipps und -guides. Grundsätzlich mag das auch stimmen. Es ist allerdings nicht schlimm, wenn man sein Thema erst später findet. Nicht jeder startet einen Blog, um ein Business aufzubauen. Bei vielen entwickelt sich das Business erst langsam. So war das bei mir, seit ich blogge. Ich traute mich lange nicht, von meiner Blogausrichtung (Beauty) abzuweichen, weil ich nicht wusste, wie das ankommen wird. Mittlerweile arbeite ich immer weiter daran, den Blog mit anderen Themen rund ums Bloggen selbst zu füllen und so die Richtung zu ändern. Das beschert mir vielleicht keinen 100%igen Erfolg, aber das ist auch ok.

6. … jeder für seinen Erfolg selbst verantwortlich ist – oder für seinen Geldbeutel

Jeder Blogger entscheidet für sich selbst, wie viel ihm sein Blog wert sind. Willst du erfolgreich werden, musst du etwas dafür tun. Willst du mit dem Blog ein kleines Taschengeld oder ein Einkommen erwirtschaften, musst du dich informieren, bestimmte Vorgaben einhalten und Kriterien erfüllen. Einfach ist das nicht, aber möglich. Und die Verantwortung liegt beim Blogger selbst – nicht bei einer Agentur, nicht bei Konkurrenzbloggern und nicht beim Wetter.

Wer Erfolg will, muss sich reinhängen und den Blog ernst nehmen. Wer sich keinen Druck machen will und „nur zum Spaß bloggt“, sollte nicht so streng auf Statistiken schauen.

7. … dass längst nicht jeder selbsternannte Experte etwas drauf hat

Oh, mein Lieblingsthema sind vermeintliche Rechtsexperten bei Facebook. Regelmäßig kommen dort in den Gruppen rechtliche Fragen auf, die häufig recht schnell beantwortet sind. Über die Richtigkeit der Antworten kann man aber viel spekulieren, wenn da ein „…glaube ich“ oder „…vermute ich mal“ hinten dran hängt. 😉 Erfahrungsaustausch ist eine Sache, rechtliche Tipps können jedoch gefährlich werden.

Das Thema „Expertentum“ lässt sich jedoch auf viele andere Dinge übertragen. Es gibt Tausende EBooks, die einen erfolgreichen Blog versprechen. Gefühlte Millionen Blogartikel, die die besten Blogtipps geben, mit denen der Blog innerhalb eines Tages Platz 1 bei Google einnehmen soll.
Zu Beginn habe ich solche Beiträge tatsächlich noch gelesen. Inzwischen weiß ich, dass das meiste davon absoluter Quatsch ist. Glücklicherweise habe ich nie so ein EBook für nur 297€ gekauft. 😉

8. … wie HTML, CSS und Co. funktionieren.

Zumindest im Ansatz und gerade gut genug, um damit meinen eigenen Blog zu verändern.
Ich greife schon immer auf vorgefertigte Themes für Blogs zurück – anfangs auf kostenlose, inzwischen investiere ich auch schon mal in ein Premium Theme. Allerdings passe ich sie immer noch an meine Bedürfnisse an, damit sie wenigstens etwas individueller aussehen. Standardmäßig ändere ich z.B. die Farben. Manchmal implementiere ich neue Sidebars oder Footer-Widgets via functions.php. Vor 8 Jahren hätte ich nicht gedacht, dass diese Worte für mich eine Bedeutung haben würden. 😀
Weil ich es so wichtig finde, dass du dich als Blogger auch mit Code auskennst, habe ich hier ein paar Tipps dazu gegeben, wie du es lernen kannst: 4 Gründe warum du als Blogger HTML & CSS lernen musst

9. … wie schnell sich Trends ändern

Das Internet ist schnelllebig. Blogartikel von heute sind morgen Schnee von gestern. Und so geht es auch mit den Themen und Trends. Häufig habe ich das in der Lifestyle-Sparte beobachtet: Bestimmte Themen tauchten plötzlich wie ein Trend auf allen Blogs auf, z.B. Produktboxen oder Blogtipps. Und genauso schnell sind sie auch wieder verschwunden.
Entweder du orientierst dich immer an den Trends oder bloggst völlig unabhängig davon.

10. … wie wichtig zuverlässige Tools sind

In den letzten 8 Jahren war meine beste Entscheidung bezüglich des Bloggens, Changiereffekt von Anfang an mit WordPress selbst zu hosten.
Für mich ist es das perfekte Blogging-Tool, ohne das ich keinen einzigen Blog mehr führen könnte. Natürlich hat es auch Macken, die werden jedoch recht schnell gelöst.
Es macht sofort mehr Spaß zu bloggen, wenn die Technik dahinter stimmt, keine Probleme macht und zuverlässig ist.

Bist du Blogger? Was hast du gelernt seitdem du bloggst?
Schreib es mir in die Kommentare.
🙂

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Autor: Diana

Hallo! Ich bin Diana. Dieser Blog ist meine Spielwiese für Blogtipps, Organisation, besonders einfache Nageldesigns, schnelle DIYs und unkomplizierte Rezepte. Ich halte für dich meine Erfahrungen und spezielle Tipps fest, damit du die schönen Dinge ganz einfach nachmachen kannst. Mehr über mich

9 Kommentare

  1. das hast du schön geschrieben!
    liebe sonntagsgruesse!

  2. Das ist ein toller Artikel 🙂 Ich finde es spannend, dass er eine ganz andere Seite aufzeigt, als meiner. Ich denke das liegt auch daran, dass du dir viel mehr Gedanken über das Bloggen als solches gemacht hast bisher, als ich. Trotzdem hast du viele Punkte genannt, in denen ich dir absolut zustimme! Man lernt schon viel Neues und Flexibilität 🙂

  3. Ein klasse Artikel. Emotional und Technisch (Mein Ziel für die Zukunft).
    Ich kenne diese Erfahrungen ebenfalls. Mit der Zeit wird das bloggen professioneller und zielgerichteter. Man muss Geduld haben.
    Gerade die Promotion für den Blog halte ich für eines der schwersten Themen überhaupt. Vielleicht sollte man sich da im BloggerTreff nochmal Gedanken machen, aber bis dahin heißt es halt: posten, posten posten

  4. Schöner ausführlicher Beitrag…
    Ich denke so 50/50 sind wir gleicher und nicht gleicher Meinung 😀

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, was du hier auf die Beine weiterhin stellst 😀

  5. Ich finde es – wie du – auch in Ordnung, wenn man sein Interessensgebiet mal ändert oder den Fokus auf ein etwas anderes Thema legt. Man hat auch im real life Hobbys, die man auch mal ablegt. Andere kommen dann dazu. Im rasenden WWW sollte das kein Problem sein. Für Freizeitblogger eh nicht. Eine gute, neue Woche. HG Hans

  6. das hast du schön geschrieben! vor allem, das blogger keine einzelkämpfer sind, sondern ein community, der fakt ist etwas besonders schönes.
    liebe grüße!

  7. Sehr schön geschrieben! Morgen oder übermorgen stelle ich meinen Blogpost „Der perfekte Blogger“ online. Einiges was du hier kritisierst habe ich da auch aufgegriffen, es nur etwas überspizter geschrieben. Mich ärgert es nämlich sehr, wenn man um Rat fragt und dann manchmal die abstrusesten Antworten dazu bekommt, die schon fast komplett am Thema vorbei gehen…

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