bloggen-blogplanung-ablenkung-blogartikel-schreiben

3 Dinge, die du tust anstatt zu bloggen

| 17 Kommentare

bloggen-blogplanung-ablenkung-blogartikel-schreiben
Wie häufig hast du schon bei Facebook oder Twitter Folgendes gelesen?

Ich finde einfach keine Zeit zum Bloggen. Das Real Life hat mich einfach im Griff!

Und ich wundere mich jedes Mal, dass diese Personen dann aber die Zeit finden, bei Facebook oder Twitter zu chatten, nebenher in den Bloggergruppen zu schreiben und trotzdem nichts Produktives zu schaffen. 😉

Mich haben auch schon Nachrichten erreicht, in denen nach Tipps gefragt wird, wie man die Zeit zum Bloggen finden und gute Blogartikel schreiben kann – unter anderem war das dann meine Motivation, diese „Besser Bloggen“-Reihe zu starten.

Gehörst auch du zu diesem Personenkreis? Dann bist du nicht allein.

Diese drei Dinge tun viele Blogger anstatt ihren Blogartikel zu schreiben, Anfänger wie erfahrene Hasen. Erkennst du dich darin wieder? Vielleicht lässt du dich von mir ja überzeugen, dass das Schreiben für Blogger doch noch ein bisschen wichtiger ist als das Drumherum.

1. Social Media ist nicht deine Priorität! Blogartikel schreiben schon.

Zugegeben, mal eben bei Facebook einen Status zu posten geht deutlich schneller als einen ganzen Blogpost vorzubereiten. Bloß bleibt es häufig nicht dabei. Du bleibst hängen. Bei Facebook, Youtube, Pinterest, Twitter… Social Media im Allgemeinen.
Dann fängst du an, dir Ausreden einfallen zu lassen, um Social Media doch noch als sinnvoll und nützlich zu bezeichnen:

Ein Blogger muss schließlich netzwerken, sich über die kommenden Blogparaden austauschen, seinen aktuellen Artikel promoten.

Aber hast du denn einen aktuellen Artikel? Schließlich beschäftigst du dich gerade mit dem Promoten und nicht mit dem Schreiben. 😉
Werde dir bewusst, dass die sozialen Netzwerke wichtig sind, aber nicht an erster Stelle beim Bloggen stehen.
Sie sind ein Werkzeug, um deine Artikel zu verbreiten. Die Artikel musst du aber zuerst schreiben! Danach kannst du sie bewerben.

2. Blogplanung: Organisierst du zu viel?

Puh, die Blogplanung ist zukünftig ein großes Thema bei Changiereffekt und trotzdem kritisiere ich diesen Punkt.
Warum? Weil du damit auch über das Ziel hinausschießen kannst.

Du hast ein paar tolle Ideen für künftige Blogartikel und schreibst sie dir alle in einer sauber geordneten Liste auf. Einen Editorial Calendar und einen Redaktionsplan hast du dir auch schon angelegt – das Datum zum Veröffentlichen lässt du aber lieber noch offen, weil ja noch so viel zu planen ist. Du überlegst dir eine sinnvolle Struktur für deine Sidebar, einen schönen Text für die Netiquette, einen Plan für das Mitdiskutieren bei Facebook und Co. Und natürlich hast du schon ganz theoretisch Pläne mit deinem Blog für das nächste Jahr.

Aber du schreibst deine Artikel nicht!

Wenn du dich mehr um den Rahmen kümmerst als um die Inhalte deines Blogs, dann läufst du in die falsche Richtung.
Die Inhalte, der Content, sind das Herz deines Blogs. Der Blogartikel macht deinen Blog erst lesenswert, erst dadurch kommen deine Besucher und erst damit kannst du dir als Blogger einen Namen machen.

Mit einem Editorial Calendar hast du noch keinen einzigen Leser gewonnen. Mit bloßen Artikelideen, die nie geschrieben werden, wirst du kein „Blogger“.
Die Blogplanung ist eine Hilfestellung. Ein Rahmen. Sie ist aber nicht dein Blog. Sie soll dich beim Verwirklichen deiner kreativen Ideen unterstützen, sie aber nicht ersetzen.
Besinne dich mal auf den Grund, aus dem du deinen Blog gestartet hast. Wenn du wirklich so gerne organisierst, dann schreibe doch eine Artikelreihe dazu? 😉

3. Du sammelst Ideen – aus denen nie ein Blogpost wird

Eine ganz beliebte Ablenkung ist das Sammeln von Ideen, wenn du gerade einfach nicht inspiriert bist.

Es gibt Zeiten, in denen dein Kopf eben keine innovativen Rezepte oder das perfekte Naildesign für den Frühling erfinden kann. Da du deinen Blog aber weiter voranbringen willst, setzt du dich unter Druck. Es muss jetzt aber ein Artikel kommen, schließlich ist Freitag dein Rezepte-Tag!
Dann setzt du dich an Pinterest oder Google und schaust, was du nachmachen könntest.
Wenn du dabei nicht in Falle Nr. 1 geraten bist (Social Media ist nicht deine Priorität!), sammelst du dir eine lange Liste an Ideen an.

Hand aufs Herz: Setzt du wirklich alle diese Ideen sofort um?
In der Regel speicherst du dir die Bilder irgendwo ab oder setzt dir ein Lesezeichen, das dann einfach untergeht.

Wenn du eine Inspiration gefunden hast, dann setze sie sofort um!
Allein vom Abspeichern der Bilder kannst du noch nicht gute Blogartikel schreiben.
Oder mach eine Pause.
Wenn du vollkommen ideen- und antriebslos bist, dann braucht dein Kopf einfach mal ein bisschen Abstand. Das ist zwar einer der ältesten Tipps der Welt, aber er funktioniert.

Was tust du, anstelle deinen Blogartikel zu schreiben? Womit lenkst du dich ständig ab?

Gefällt dir der Beitrag? Sage es weiter:

Autor: Diana

Hallo! Ich bin Diana. Dieser Blog ist meine Spielwiese für Blogtipps, Organisation, besonders einfache Nageldesigns, schnelle DIYs und unkomplizierte Rezepte. Ich halte für dich meine Erfahrungen und spezielle Tipps fest, damit du die schönen Dinge ganz einfach nachmachen kannst. Mehr über mich

17 Kommentare

  1. Werde dir bewusst, dass die sozialen Netzwerke wichtig sind, aber nicht an erster Stelle beim Bloggen stehen.

    Den Satz könnte man sich ausdrucken und ins Sichtfeld vom PC hängen. Um es sich immer wieder ins Gewissen zu rufen.

    Ich werde durch andere Blogs, ein Blogger-Kommentierspiel und Twitter, sowie FB abgelenkt.
    Zu mindestens bei FB bin ich jetzt so gut wie aus allen Gruppen ausgetreten, da das eh nur „Spamerei“ ist 😀

    Oft lenke ich mich auch, indem ich denke: Ich brauch jetzt unbedingt nen neues Theme!
    (Was grad der Fall ist,… bzw. ich eine Idee für was hab und nun mich deppert such nach der Lösung (die es gibt) – weil ich nicht weiß, wie das Ding heißt was ich such :D)

    • Am Theme könnte ich mich auch ewig festbeißen. 😀 Mir hilft es, dafür nur einen einzigen Tag in der Woche festzulegen, an dem ich das machen „darf“. Also der ganze Kram rund ums Basteln am Theme, Statistiken anschauen etc. Den Rest der Woche rühre ich es nicht an. 😉

      • Das klingt eigentlich nach einer ganz wunderbaren Idee!

        Erinner mich Ende des Jahres nochmal dran. Immerhin verändert sich mein Leben in den nächsten Monaten und von daher plane ich da noch keine großen Strukturen, da ich nicht ganz weiß, was ich erwartet.

        Aber bis dahin schubse ich Klammern und Semikolons über den Bildschirm 😀

  2. Facebook und Instagram sind auch für mich die absoluten Prokrastinationsförderer. Damit kann man soviel Zeit totschlagen, dass man weder zum bloggen kommt noch daran denkt, die Brötchen rechtzeitig aus dem Backofen zu holen. Aber ansonsten habe ich mich mit dem bloggen relativ gut im Griff, wobei die Artikelfrequenz auch schon mal besser war. Dafür sind die Artikel mittlerweile länger…
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    • Stimmt, ich habe auch oft das Gefühl, dass ich mich doch gerade erst eingeloggt habe bei Pinterest und *schwupps* sind schon 20 Minuten rum. Oder so. 😀

  3. ein schöner artikel, jedoch stelle ich mittlerweile die netzwerke an gleiche stelle wie ein blogpost. ohne soz. netzwerke lade ich weniger leute zum lesen ein und viele kontakte, mein netzwerk, habe ich zu 50% aus facebook erweitert.
    liebe sonntagsgruesse!

    • Wenn das deine Haupt-Trafficquelle ist, dann machst du ja alles richtig. 🙂
      Bei mir kommen zwar auch viele Leser über Facebook und andere Netzwerke – aber wenn ich keine Artikel habe, die sie lesen können, verschwinden sie gleich wieder.

  4. Ich gehöre zur 3. Kategorie und rutsche dann in Kategorie 1 😀
    Immer schön Ideen sammeln, abspeichern aber dann doch nie umsetzen..
    Und in sozielen Netzwerken kann man sich einfach so wunderbar ablenken, dass man den Post dann auf den nächsten Tag verschiebt…

  5. Wow, als wenn du in meinen Kopf hereingeschaut hättest. Alle 3 Punkte treffen in vollem Ausmaß auf mich zu. Wenn ich bis jetzt eins effektiv an der Uni gelernt habe, ist es Prokrastination zu perfektionieren. Auch beim Bloggen. Aber dein Artikel ist ein guter Antrieb dafür, die Prioritäten noch einmal neu zu verteilen. Egal wie schön mein Blog-Planer mit Washi Tape verziert ist, geschrieben ist der Post davon ja tatsächlich noch nicht..

  6. Super Beitrag und ja, auch ich habe mich da angesprochen gefühlt. Passiert zum Glück nicht immer, aber so hin und wieder mache ich doch was ganz anderes als das, was ich eigentlich tun wollte – nämlich bloggen 😉

  7. Dein Beitrag ist sehr gut. Ich schreibe mir meistens Ideen für Blogbeiträge in mein Handy, die mir unterwegs so spontan einfallen. Und das wars dann auch schon mit meiner Blogplanung… Ich stecke mir zwar einen groben Rahmen gedanklich ab, was alles in diesem Beitrag auftauchen soll, aber notiere es meistens nicht schriftlich. Ich bin ein sehr intuitiver und spontaner Mensch, es fällt mir sehr schwer, mich an vorgegebene Rahmenbedingungen zu halten.

    Facebook, Pinterest, Intstagram… Social Media Kanäle können einem schon echt die Zeit rauben. Ich versuche, einen gesunden Mittelweg zu finden, denn ich habe auch noch ein Real Life außerhalb dieses Kosmos.

    Gruss
    Natascha

    • Ja, das liebe real life… Da merke ich gerade selbst, wie wichtig das echte Leben ist. Deswegen verstehe ich dich sehr gut auf deiner Suche nach einem Mittelweg. 🙂

  8. Ja ich lasse mich auch zuviel ablenken.Meistens sieht das dann ungefähr so aus:
    Ich will gerade loslegen, aber vorher nochmal einen Blick in die Statistik werfen – oh wo kommen denn diese Aufrufe her. Ach ja ich wollte ja noch bei xy kommentieren. Okay jetzt geht´s aber los – oh eine Twitter Benachrichtigung – mal gucken was da so los ist. Oh spannender Beitrag mal lesen … Weiterklicken. 10 Seiten später. Naja jetzt aber. Gut ach ja ich würde gern den Artikel von xy verlinken. Mal raussuchen. Oh neuer Beitrag – mal lesen …

    Ich habe vor kurzem als Tipp gelesen die ÄÄ Regel einzusetzen, also immer da wo einem die Formulierung oder auch ein Link fehlt ÄÄ reinschreiben und den Text erstmal soweit fertig stellen, dass man nur noch die ÄÄ ersetzen muss. Teilweise schreibe ich auch in einem einfachen Textprogramm damit ich mich nicht ablenken lasse – obwohl es diese Option eigenlich auch in WordPress gibt aber da kann ich sie zu schnell ausschalten…

    • Hehe, als würdest du mich beschreiben. 😀 Ich hüpfe auch gerne von Ast zu Ast (oder eben von Blog zu Twitter zu Facebook zu Pinterest zurück zu Blog zu Twitter etc…). 😀

      Die ÄÄ-Regel setze ich auch ein – sehr erfolgreich. GirlsGuidetoBlogging hat darüber geschrieben. Ich nutze derzeit das Programm Scrivener, da lasse ich mich persönlich nicht so einfach ablenken. Dort gibt es zwar auch viele interessante Buttons (die ich am Anfang mal durchgeschaut habe) aber insgesamt komme ich da gut strukturiert voran. 🙂
      Vielleicht ist es ja auch was für dich?

  9. Ich habe mich erst vor kurzem auf Internetblogger.de etwas von SocialMedia abgewandt und möchte noch mehr und ständig bloggen. Ich finde nämlich auch, dass Social Media nur ein gutes Helferlein beim Teilen der Blogposts ist und keinesfalls das Blog ersetzen kann.

    Ich mag keinen langen Gespräche in Social Media und habe dafür auch nichts übrig, denn doch lieber mehr bloggen und mit den Lesern via Kommentare kommunizieren.

    Allzu sehr planen, tue ich auch nicht und ich habe auch keinen Redaktionsplan oder so etwas. Ich bin gerne spontan in meinem Blogger-Tun. Wenn ich keine Artikelideen habe, dann bin ich gerne auf anderen Blogs, in Blogger-Foren und lasse mich von etwas inspirieren. Die Quelle wird dann gerne mitverlinkt.

    Es ist schon heftig, dass manche in Socialmedia den ganzen lieben Tag verbringen und das eigene Blog muss stark einbüssen. Das muss so nicht sein und man sollte sich mehr um das Blog kümmern. Diese ganzen Shares und Likes sind mir weniger wichtig, denn ich möchte meine Blog-Stammleser haben, die, falls, dann Feedback in den Kommentaren hinterlassen. In Social Media poste ich zwar meine Artikel noch etwas, aber nicht mehr so viel und so intensiv wie vor 2-3 Jahren.

  10. Ja ich bin auch kein Fan von Facebook Twitter und Co.

    Grüße
    Lothar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Vielen Dank für dein Feedback.
Bitte halte dich an die Netiquette und das geltende Recht. Bei Verstoß wird dein Kommentar gelöscht.
Kommentare, die Links, Werbung oder Spam enthalten, werden ebenfalls entfernt. Deeplinks im Website-Feld sind nicht erwünscht.