Deinen Blog starten: 4 Dinge, die du vorher wissen musst

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Eigenen-Blog-starten-4-Tipps
Du willst einen Blog starten und bist schon Feuer und Flamme für die Idee?
Prima! Bloggen ist ein tolles Hobby und eine großartige Idee für ein Business.

Der Blogstart selbst gestaltet sich auch sehr einfach. Wenn du einen passenden Namen hast, brauchst du nur noch ein paar Kleinigkeiten. Je nachdem, für welche Blogplattform du dich entscheidest, bleibt das Bloggen vielleicht sogar kostenlos.

Aber: Es gibt ein paar wichtige Punkte, die du wissen und beachten musst, bevor du einen Blog starten kannst – dann wird dein Blog den Erfolg erreichen, den er verdient.
Die folgenden Fragen, die du dir selbst stellen solltest, geben dir einen Einblick in die Voraussetzungen, die du als Blogger mitbringen musst.

1. Welche Vorkenntnisse hast du schon, bevor du deinen Blog starten kannst? Bist du auch bereit, etwas dazuzulernen?

Bloggen besteht nicht allein aus dem Getippse, das du auf vielen Blogs lesen kannst. Im Hintergrund läuft viel mehr ab. Bevor du überhaupt deinen ersten Artikel veröffentlichen kannst, musst du viele große und kleine Entscheidungen treffen.
Willst du deinen Blog selbst hosten? Oder reicht dir eine Plattform wie Blogger?
Was ist der Unterschied zwischen wordpress.org und wordpress.com?
Wo willst du deine Domain kaufen? Wie soll dein Design aussehen? Kannst du das selbst machen?
Und weißt du eigentlich, welche rechtlichen Vorgaben du beachten musst (Stichwort Impressum, Datenschutz etc.)? Ist dir klar, dass eventuell eine Gewerbeanmeldung erforderlich wird, wenn du mit deinem Blog Geld verdienen oder auch einfach nur Produkte testen willst? (siehe auch den Kommentar von Imme unten, dazu kommt aber noch ein gesonderter Artikel.)

Falls dir die meisten der Fragen nur noch mehr Fragezeichen im Kopf bereiten: Keine Panik!
Das ist keine hohe Wissenschaft. Das alles kannst du vor dem Blogstart oder nebenbei lernen – das geht sogar ziemlich schnell, wenn du dran bleibst. Aber du musst dazu bereit sein. Du wirst viel lesen und auch das ein oder andere Mal nachfragen müssen.

Und: Das ganze kostet natürlich auch eine Menge Zeit. Da es auf diesem Blog auch um Zeitmanagement beim Bloggen geht, wollte ich das einfach nur mal angesprochen haben. 😉 Wie du diese Zeit sinnvoll nutzt, kannst du in anderen Blogartikeln hier erfahren.

2. Bist du auch bereit, Geld auszugeben?

Alternativ kannst du einige Aufgaben auslagern und andere Blogger um Unterstützung bei deiner Bloginstallation bitten. Oder du kaufst dein Design und quälst dich nicht weiter mit dem Code – aber das kostet Geld.
Wordpress selbst ist zwar kostenlos, aber das Webhosting und die Domain musst du auch bezahlen.

Kostenlos bloggen? Klar, das funktioniert auch. Viele fangen z.B. bei Blogger.com an. Der Blog ist schnell erstellt und es gibt ein paar vorgefertigte Designs. Inzwischen findest du im Internet auch viele kostenlose Blogdesigns dafür, die deinen Blog ein bisschen individueller aussehen lassen.
Den Blognamen kannst du dort frei wählen, erhältst aber eine Domain, die blogspot.de als Anhang hat: deinedomain.blogspot.de. Wenn dich das nicht stört – dann probiere dich dort ruhig aus

Erfahrungsgemäß wird sich aber recht schnell zumindest der Wunsch nach einer eigenen Domain einstellen. Sie kostet aber nicht viel. Mit 10 Euro im Jahr bist du schon recht gut dabei.

Außerdem musst du dir bewusst machen, dass dieses Hobby mit der Zeit auch Geld kosten kann. Selbst wenn du für den Blog selbst nicht bezahlst – das Material, das du verbloggst, wirst du häufig kaufen müssen.
Bloggst du über Beauty und Make up? Dann wirst du in aktuelle Nagellacke oder Lippenstifte investieren – glaube mir, als Blogger kaufst du deutlich mehr als sonst 😉 . Gehe bitte nicht davon aus, dass du alles aus Testprodukten finanzieren kannst.
Irgendwann wirst du vielleicht eine neue Kamera haben wollen, ein Stativ, ein Lichtzelt und so weiter.
Und solche Anschaffungen für das liebste Hobby machen auch unheimlich viel Spaß!

3. Für wen schreibst du? Und was willst du deinen Lesern bieten?

Häufig sagen Blogger, sie würden nur für sich selbst schreiben. Und trotzdem sind ihnen Kommentare und die Interaktion mit den Lesern wichtig. Ein Kommentar oder eine Mail von einem Leser, der sich für deinen Blogartikel bedankt – darüber würdest du dich auch freuen, oder?

Damit deine Blogartikel für deine Leser hilfreich sind, musst du wissen, wer dein Leser eigentlich ist. Du musst deine Zielgruppe finden. Für wen willst du schreiben? “Nur für mich selbst“ zählt übrigens nicht, denn dafür brauchst du das Internet nicht. 😉

Außerdem ist deine Message wichtig. Sie ist ein Versprechen an den Leser. Willst du deinen Leser informieren? Oder inspirieren? Ihn vielleicht aufklären? Ihm helfen?

Und wie willst du das anstellen? Willst du ausführliche Produktreviews schreiben, die dem Leser bei einer Kaufentscheidung helfen sollen?
Willst du ihm eine Anleitung bieten, wie er die schönsten Familienfotos machen kann?
Oder möchtest du ausgefallene Make up Looks schminken, die deinen Leser auf neue Ideen bringen?

Ein Beispiel:

Changiereffekt möchte dir helfen, mehr Zeit für deinen Blog zu finden und dabei trotzdem dein reales Leben nicht zu vernachlässigen. Die vielen zeitraubenden Aufgaben beim Bloggen sollen mit den Tipps hier in eine sinnvolle Struktur gebracht werden.

Es gibt so viele Möglichkeiten, deinen Blog mit interessanten Inhalten zu füllen. Du musst dich auch nicht für eine feste Richtung entscheiden. Vielfach wird bei einem Blogthema davon gesprochen, dass du deine Nische finden musst. Das stimmt. Es ist einfacher, wenn du für einen bestimmten Leserkreis schreibst anstatt für alle. Wenn du dich aber einfach nicht auf ein Thema festlegen kannst, so ist das kein Weltuntergang. Nach einiger Zeit des Bloggens wirst du wissen, welche Themen dich besonders interessieren.

Mach dir also bewusst, über was und für wen du eigentlich bloggen willst bevor du daran denkst, einen Blog zu starten.

4. Wie viel Zeit kannst du beim Bloggen investieren?

Das ist aus meiner Sicht die wichtigste formale Grundvoraussetzung für jeden Blogger: Du wirst deine Zeit investieren. Viel Zeit. Schaffst du es trotzdem, den Überblick zu behalten, deine Ziele zu verfolgen und trotzdem mit Spaß dran zu bleiben?

„So lange dauert ein Blogartikel schon nicht…“

Er dauert schon etwas länger als du denkst. 😉
Es gibt Blogger, die schreiben so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Stil ist locker und lässt keine Anstrengung durchblicken. Aber es läuft so viel im Hintergrund!

Ein Artikel wird vorher strukturiert. Die Message muss gut rüberkommen. Die Zeichensetzung und Rechtschreibung müssen überprüft werden. Der Artikel wird auch noch formatiert. Überschriften, Zwischenüberschriften und eventuell Listen finden in einem Artikel Platz. Passende Bilder und hilfreiche weiterführende Links sollten auch gefunden werden.

Dazu kommen die kleinen „Netzwerk“-Aufgaben: Du wirst mit anderen Bloggern in Kontakt treten, Kommentare beantworten und dich immer wieder auf den neusten Stand bringen.

Ich will dich nicht verschrecken: Es ist machbar! Aber es kostet Zeit.
Je länger du bloggst, desto mehr Routine entwickelst du auch. Du wirst einige Arbeitsabläufe selbst optimieren können und du wirst merken, welche Aufgaben einfach überflüssig sind.

Aber wie jedes Hobby wird dein Blog dich fordern.

Fazit: Bloggen bedeutet mehr als auf den Veröffentlichen-Button zu drücken

Wenn du einen eigenen Blog starten willst, solltest du dir vorher ein paar wichtige Fragen stellen. Du musst dir nebenher Wissen aneignen, über den Kostenfaktor Bescheid wissen, deine Leser bereits im Kopf haben und deinem Blog Zeit einräumen.
Auf den ersten Blick wirkt das erschlagend, das gebe ich zu. Aber: Das haben andere vor dir auch geschafft. 😉 Lass dich nicht entmutigen aber geh auch nicht naiv an die Sache ran. Denk auch daran, mit dem Bloggen schließlich anzufangen und nicht in der Planungsphase festzustecken.

Welche weiteren Fragen hast oder würdest du dir vor einem Blogstart stellen?

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Autor: Diana

Hallo! Ich bin Diana. Dieser Blog ist meine Spielwiese für Blogtipps, Organisation, besonders einfache Nageldesigns, schnelle DIYs und unkomplizierte Rezepte. Ich halte für dich meine Erfahrungen und spezielle Tipps fest, damit du die schönen Dinge ganz einfach nachmachen kannst. Mehr über mich

6 Kommentare

  1. ach ja, wenn ich mir anfangs über diese punkte doch im klaren gewesen wäre. bei mir ging alles sehr spontan und schwups war ich mittendrin ohne darüber nachzudenken 😛
    liebe grüße zum sonntag!

    • Bei meinen ersten Blogs ging es mir genauso.
      Da war aus einer Laune heraus bei blogspot schnell ein Account erstellt, eine url gewählt, die niemand aussprechen konnte und die ersten Bilder hochgeladen. 😀
      Sogar bei meinem weiteren Blogs habe ich viele Dinge unterschätzt – vor allem, wie viel Zeit es kostet, zu bloggen. Nicht nur zu schreiben, sondern sich das Wissen drumherum anzueignen. Sich in WordPress reinzufuchsen. Fehler selbst zu beheben. Und so weiter. 🙂

      Einen schönen Start in die Woche wünsch ich dir. 🙂

  2. Ich glaube, dass viele meinen, man schreibt einen Post und das ist Bloggen. Dazu gehört für mich neben dem Schreiben auch die Bereitschaft, sich mit den relevanten Themen auseinandersetzen zu wollen. Rechtliche Grundlagen, Technik Know How, Sicherheit. Es ist ein zeitintensives Hobby mit vielen Facetten.

    • Ich habe da zwei Seiten kennengelernt: Die einen starten den Blog wirklich spontan und machen sich kaum Gedanken. Die anderen machen sich wiederum viel zu viele Gedanken – wollen einen perfekten Start, das perfekte Design etc. – darum wird es aber nächsten Sonntag gehen. 🙂
      Ich finde, dass beides nicht so das Wahre ist, weil es auf Dauer einfach demotiviert. Ein bisschen sollte man sich – meiner Meinung nach – eben doch Gedanken machen und vorbereiten. Jedes Hobby hat seine Regeln und die sollte man schon kennen.

  3. Hallo Diana,
    mir fehlt da noch der Punkt, dass man sein „Hobby“ evtl. sogar als Gewerbe anmelden muss und ggf. Steuerpflichtig wird – dann naemlich, wenn damit Gewinn erzielt wird (z.B. bei Produkttestern, bei denen das Finanzamt auch kleinste Produktproben als Gewinn ansieht oder sobald auch nur der kleinste Affiliate-Link vorhanden ist wie z.B. zu Amazon – und selbst, wenn es da pro Kauf/Klick nur 0,001 Euro gibt!).
    Viele BloggerInnen wissen gar nicht, was fuer boese Konsequenzen es haben kann, wenn das Finanzamt mal „durch Zufall“ dahinter kommt, dass man mit seinem Blog Einnahmen hat, diese aber nicht gemeldet sind. Und auch Firmen, die zu Produkttests einladen und einen Blogbericht, FB-Post etc. erwarten, weisen darauf nicht hin… die gehen davon aus, der Blogger weiss das alles – frei nach dem Motto „Unwissenheit schuetzt nicht vor Strafe“.
    Vielleicht kannst du diesen Aspekt noch ergaenzen?

    • Hallo Imme,
      vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar. Du sprichst da wirklich einen sehr wichtigen Punkt an. Daher habe ich es oben in aller Kürzer mit Verweis auf deinen Kommentar erwähnt.
      In diesem Artikel ging es eher um die Einstellung des Bloggers – gar nicht mal um die „technischen“ Aspekte oder Rahmenbedingungen.
      Die Themen Gewerbeanmeldung, Geld verdienen usw. halte ich für zu umfangreich, um sie noch in diesen Artikel zu „quetschen“. Die werden aber definitiv im Laufe der Sonntags-Reihe mit einem gesonderten Beitrag angesprochen, da ich die Auswirkungen für ebenso wichtig halte wie du.

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