Die Angst vor dem Blogstart – so besiegst du sie!

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Worauf du beim Blogstart achten musst, kannst du bereits in einem anderen Beitrag nachlesen.
In diesem Artikel soll es aber um den ersten Schritt gehen, über das Übersteigen der Mauer, das Öffnen der Tür und den Mut, der zu einem Blogstart dazugehört.

Du hast es bestimmt schon zig Mal gelesen: Einen Blogstart muss man richtig planen. Du solltest ihn gut vorbereiten, auf 1000 verschiedene Dinge gleichzeitig achten und bloß nicht drauf los schreiben. Das sind wichtige Elemente für einen erfolgreichen Bloganfang. Schließlich habe ich gerade selbst darüber geschrieben, welche wichtigen Fragen du dir noch vor deinem eigentlich Blogstart stellen sollst. Daran halte ich auch nach wie vor fest.

Das Problem dabei ist: Nach einer gewissen Zeit des Überlegens und Planens weißt du gar nicht mehr, womit du zuerst anfangen sollst! Der Blogname ist gefunden, das Webhostingpaket gesichert, die Domain bereits aufrufbar und WordPress ist installiert. Oder du hast dir mit wenigen Klicks einen Blog bei blogger.com oder wordpress.com erstellt.

Nun suchst du nach DEM perfekten Theme und findest es nicht.
Du versuchst dich mit SEO auseinander zu setzen – und verstehst nicht alles.
Einen Newsletter brauchst du auch noch – und du weißt nicht wofür.
Und wieso weshalb warum braucht der Blog nun ein Gewerbe?

Du merkst allmählich, dass das Bloggen doch nicht so einfach ist, wie alle dir immer weismachen wollen. Alles Mist!, denkst du dir.

Oder du kennst dich schon ein bisschen mit dem Bloggen aus und weißt, was du brauchst. Und trotzdem schaffst du es nicht, deinen Blog aus dem Wartungsmodus zu holen.
Warum? Weil du dich auf die Kleinigkeiten fokussierst. Du erforschst die Technik, die neuesten SEO-Strategien und suchst Anleitungen zu eigenen Kommentar-Avataren. Du kümmerst dich lieber zuerst um deine Fanpage anstatt an deinem Blog zu arbeiten.
Aber du schreibst keine Blogartikel! Und du wirst nie fertig.

Vielleicht sollte ich gleich die Flinte ins Korn werfen!

Wenn auch dich der Mut verlässt, dann lass mich dir mit ein paar Gedanken und Tipps dazu helfen:

So besiegst du die Angst vor dem Blogstart

Gründe für die Angst vor dem Blogstart gibt es viele.

1. Überangebot und Überforderung

Dieses Problem haben wir oben bereits festgestellt: Du schiebst den Start deines Blogs hinaus, weil du alles auf einmal machen und beachten willst. Und dadurch fängst du am falschen Ende an: Technik, weil sie vermeintlich schneller und leichter zu erledigen ist. Du liest lieber darüber, wie du erfolgreich einen Blog startest – und tust es nicht.

Das kannst du dagegen tun:
Schreibe dir eine Liste mit all den Dingen, die deiner Meinung nach einen erfolgreichen Blogstart umfassen. Schreibe hier ruhig jede Kleinigkeit auf, die dir einfällt. Wenn du dir die Punkte nämlich notierst, schwirren sie nicht unkontrolliert in deinem Kopf herum, da du die Gewissheit hast, sie jederzeit auf dem Blatt Papier zu finden.

Anschließend setzt du Prioritäten. Welche Säulen müssen bei deinem Blogstart unbedingt stehen? Gehe dabei von deinen Lesern aus und überlege, worauf sie als erstes achten würden. Das wären – nach meiner Einschätzung – z.B. folgende Punkte:

  • Das richtige Theme, eventuell eine angenehme Schriftart und die ersten Farben
  • Die wichtigsten Seiten (Impressum, Datenschutzerklärung, About/Über-Seite)
  • Wichtige Widgets in der Sidebar
  • Kontaktseite
  • Die ersten Artikel

Für den Start nicht zwingend erforderlich sind Sachen wie die richtige Linkfarbe oder eine Blogroll. Du musst also auch entscheiden, worauf der Blog auf den ersten Blick verzichten kann. Das bedeutet nicht, dass sie auf dem Blog fehlen werden. Du kannst sie immer noch einbauen. Später. Du hast es ja alles aufgeschrieben.

2. Zweifel an deinem Thema

Auf der Suche nach Hilfe und Tipps hast du bereits viele andere Blogger zu deinem Wunschthema entdeckt. Sie schreiben alle schöne Texte und sind auch bei den Suchmaschinen gut gelistet. Du zweifelst daran, dass jemand sich ausgerechnet für deinen Blog interessieren wird. Du weißt nicht, was du sonst noch dazu schreiben sollst.

Das kannst du dagegen tun:
Ok, das ist das kleinste Problem. 😉 Denn nicht nur beim Bloggen gibt es immer jemanden, der genau das gleiche schon gemacht hat. Das ist auch völlig ok. Solange du die Texte oder die Themen nicht direkt kopierst, sondern deinen eigenen Senf dazu abgibst, ist das wirklich keine große Hürde.
Die Popcornmaschine kannst du nicht neu erfinden – aber du kannst sie ganz persönlich gestalten.
Konzentriere dich daher darauf, warum du deinen Blog schreiben willst. Warum hast du dich für dieses Thema entschieden? Warum brennt deine Leidenschaft dafür? Lasse zu diesem Zeitpunkt andere Blogger außen vor, koche dein eigenes Süppchen. Es geht darum, dass du dich wieder auf deine Motivation besinnst und sie wiedergewinnst. Dadurch weist du die Zweifel in ihre Schranken.

3. Perfektionismus

Du gehörst zu den Menschen, die alles bis ins klitzekleinste Detail optimieren wollen? Die mit 99% nicht zufrieden sind? Glückwunsch, du hast es im Leben vermutlich schon schwer genug. 😉
Häufig verlierst du dich mit deinem Perfektionismus im Blogdesign: Das Theme ist nicht so, wie du willst. Die Schrift müsste noch etwas kleiner, die Hintergrundfarbe noch einen Ticken dunkler und die Sidebar ist ein Mü zu breit.

Das kannst du dagegen tun:
Es ist sehr lobenswert, dass du deinen Blog bestmöglich erstellen willst. Aber lass dir gesagt sein: Perfektion wird dein Blog vermutlich nie erlangen! Du wirst immer irgendeine Kleinigkeit finden, die du gerne ändern würdest – das ist ja auch gewissermaßen der Reiz beim Bloggen.
Baue die Grundsäulen deines Blogs auf (siehe Punkt 1) und fokussiere dich. Dein Blog muss nicht perfekt sein. Er wird mit dir wachsen, sich mit zusammen mit dir entwickeln und sich verändern. Und das ist gut so!
Wenn die wichtigsten Sachen stehen, dann starte deinen Blog!

Und ich verrate dir was: Du kannst sogar an deinem Theme weiterbasteln, nachdem du den Blog veröffentlicht hast. 😉 Das ist erlaubt, erwünscht und macht Spaß. Lass dich von diesen Kleinigkeiten nicht aufhalten.

4. Entscheidungsschwierigkeiten

  • Willst du über Nagellack bloggen oder über Rezepte? Ist ein gemischter Blog besser als eine Nische?
  • Willst du Design X oder Theme Y? Blauer oder pinker Hintergrund?
  • Und welche Schriftart ist die beste?

Die Fragen ließen sich vermutlich endlos weiterführen.

Das kannst du dagegen tun:
Du musst dich nicht endgültig entscheiden. Lass dir diesen Satz ein paar Mal durch den Kopf gehen und mache ihn dir richtig bewusst!

Am Design kannst du – wie bereits gesagt – auch später nochmal weiterbasteln. Wenn dir blau nicht gefällt, kannst du pink ausprobieren. Später.
Klar, das Wichtigste sollte schon stehen, bevor du die ersten Besucher und Leser bekommst. So solltest du dich z.B. schon für einen festen Blognamen und eine Domain entscheiden. Aber selbst diese Dinge kannst du auch noch nachträglich ändern. Du bindest dich nicht auf ewig an diese Blogelemente. Diese Erkenntnis ist doch beruhigend oder?
Auch mit deinen Themen kannst du spielen, nachdem dein Blog gestartet ist. Du wirst mit der Zeit sowieso merken, für welche Kategorien du viel lieber schreibst – dann wird sich dein Fokus fast von allein finden.
Probiere alles mal aus. Aber mache den Blogstart nicht von der Hintergrundfarbe abhängig.

Fazit: Plane nicht nur, tue es auch!

Ein häufiger Grund dafür, dass du deinen Blogstart aufschiebst, ist Angst. Du zweifelst an deinem Thema und deinen Kenntnissen. Du willst alles perfekt haben und kannst dich nicht so recht entscheiden. Und du fühlst dich völlig erschlagen von den vielen neuen Eindrücken, die das Bloggen mit sich bringen. Diese Faktoren greifen meistens ineinander über.

Aber du bist nicht hilflos: Konzentriere dich auf deine erstmalige Motivation. Warum wolltest du einen Blog starten? Was hat dich getrieben? Besinne dich auf deine Kompetenzen. Du hast eine ganz eigene Art, ein Thema aufzuarbeiten – und die solltest du ausbauen. Lass dich nicht von Kinkerlitzchen aufhalten. Kleinere Designarbeiten kannst du später immer noch erledigen.
Behalte dabei Folgendes im Hinterkopf: Planen ist gut, ersetzt aber nicht das Machen! Ein Plan schreibt deine Artikel nicht. Ein Plan bringt dir keine Sichtbarkeit.

So findest du deinen Mut, endlich den ersten Schritt zu wagen und den Wartungsmodus abzuschalten.

Was ist dein Grund, der dich vom Blogstart abhält? Teile in einem Kommentar dein Problem, du bist ganz sicher nicht allein!

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Autor: Diana

Hallo! Ich bin Diana. Dieser Blog ist meine Spielwiese für Blogtipps, Organisation, besonders einfache Nageldesigns, schnelle DIYs und unkomplizierte Rezepte. Ich halte für dich meine Erfahrungen und spezielle Tipps fest, damit du die schönen Dinge ganz einfach nachmachen kannst. Mehr über mich

6 Kommentare

  1. Ein toller Artikel! Ich habe jetzt (und ich bin nicht im Blogstart) die Probleme die du auflistet. Ich habe lange nach einen Theme geschaut und jetzt wo ich es habe sitze ich an den Kleinigkeiten fest und weiß nicht richtig, was ich zuerst machen soll. Ich werde mal wirklich alles in einer Liste zusammenfügen und dann nach und nach abarbeiten.

    Wäre aber toll gewesen solche Artikel vorher zu lesen. Ich habe einfach mit dem Bloggen angefangen und nach und nach alles getan, was getan werden musste 😀

    Ich habe dich übrigens in meinen letzten Wochenrückblicken erwähnt, ich finde diese Reihe super!

    • Hey,
      danke dir für dein Feedback und für die Aufnahme in deinem Wochenrückblick. 🙂 Da freu ich mich sehr drüber.

      Bloggen ist einfach ein verführerisches Abenteuer, weil es so schnell gehen kann: Account erstellen, Blog erstellen, Losschreiben. Ich glaube, irgendwann merkt dann jeder, dass man sich doch irgendwie Gedanken machen muss.
      Oder eben die andere Sorte Blogger: Sie googlen erst ganz ausgiebig, was ein Blog ist, wie man ihn einrichtet, wer der beste Webhoster ist, wie man die Farbe des Themes verändert etc. und denken dabei zunächst am wenigsten an das Schreiben. Und diese Blogger wollte ich mit diesem Artikel ansprechen. 🙂

  2. Hallo Diana,
    ich bin auch dabei eine Blog zu erstellen und stecke bei der Technik und den Farben und der Schriftart fest… Ich habe mich selbst wieder erkannt.
    Für Artikel habe ich 1000 Ideen im Kopf, aber leider nur die Stichpunkte und Ideen zu Papier gebracht. Und mein Ursprungsthema ist in weite Ferne gerückt, ich brenne dafür, aber ich bin kein Experte darin, das hemmt mich. Was soll ich den Lesern schon erzählen können. Nun ist der Plan in meinem Fachgebiet damit anzufangen und das Thema damit aufzubauen. Ach… ich weiss auch nicht.
    Dein Artikel hat mir gut gefallen und ich werde es jetzt einfach angehen…. Vielleicht… 😉

    • Hallo Valerie,

      meiner Meinung nach muss man wirklich (noch) kein Experte auf einem Gebiet sein, um darüber zu bloggen. Je mehr du bloggst, schreibst, recherchierst und nachdenkst, desto mehr wirst du quasi automatisch zum Experten.
      Trau dich einfach, wenn das Thema genau dein Ding ist.

      Beste Grüße und viel Erfolg!
      Diana

  3. Danke Diana für deinen Artikel. Ich denke auch das er viele ansprechen wird. Ja ich gehör genau zu denen die man Perfektionist nennt. Und ich plane und google schon seit ein paar Monaten mittlerweile. Einen ersten Anlauf hatte ich bei Jimdo, leider hat es mir nich tgefallen und viel zu viele Sachen haben gefehlt auf die ich nicht verzichten möchte. Also nächster Versuch WordPress, hier habe ich das Problem was du angesprochen hast wegen den Themes. Wenn ich das so haben mag wie ich es gern hätte müsste ich haufen Plugins installieren, wodurch Sicherheitslücken entstehen.

    Mittlerweile habe ich versucht einen Plan zu machen und gestalte demnach erst einmal meine Texte (schließlich geht es ja darum). Über den Inhalt der Seite habe ich mir Gedanken und Notizen gemacht. Nächster Versuch und hoffentlich auch die entgültige Veröffentlichung wird hoffentlich bei Blogger.com sein.

    Aber bis dahin werde ich mich bei dir noch etwas schlau- lesen. Aber ich starte sobald meine Artikel fertig sind, kein vielleicht und auch kein irgendwann – versprochen 🙂

    Liebe Grüße Dany

    • Hallo Dany,
      vielen lieben Dank für deine ausführliche Rückmeldung.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen nächsten Versuch mit Blogger gewuppt bekommst. 🙂
      Ich kenn das selbst: Es geht zwar um die Inhalte, aber diese Kleinigkeiten beim Design halten mich extrem auf! 😀 Und WordPress bietet da einfach viel zu viele tolle Spielereien.

      Beste Grüße

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