Visitenkarten für den Blog – Worauf muss ich achten?

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Vor einigen Wochen habe ich es gewagt und meine Visitenkarten für den Blog online bestellt. Als ich erfuhr, dass ich in diesem Jahr zum dm Marken Camp fahren werde, überschlugen sich in meinem Kopf verschiedene Erinnerungen an Blogs, die zu solchen Anlässen Visitenkarten drucken lassen, mitnehmen und fleißig verteilen. Nach eingehender Recherche und einem netten Austausch bei Facebook & Co. entschied ich mich dazu, mir eigene Visitenkarten für den Blog zu erstellen. Blogger-Visitenkarten können in meinen Augen eine andere Zielgruppe haben, als das Pendant im „normalen“ Geschäftsleben. Deswegen solltet ihr für euch klären, welche Infos eigentlich drauf gehören und welche Möglichkeiten der Gestaltung es gibt.
Visitenkarten für den Blog

Warum braucht ein Blogger eigentlich Visitenkarten?

Meine persönliche Antwort auf diese Frage ist eigentlich immer: Warum nicht? Ich könnte hier noch Seiten damit füllen zu erzählen, wie praktisch es doch ist, wenn man andere Blogger trifft und ihnen den eigenen Blog fix unter die Nase reiben kann. Oder wie professionell man sich fühlt, weil man mit Visitenkarten auch immer etwas Geschäftliches verbindet. Oder wie man die Reichweite des Blogs auch offline erhöhen kann, etc.

Ich finde einfach, es ist ein schönes Gimmick, mit dem man auf den eigenen Blog aufmerksam machen kann und das man gerne auch in der Offline-Welt präsentiert.
Gedanken dazu hat sich Julia auf ihrem Blog notyourcomfortzone gemacht und stellt dort auch ihre wunderschönen Visitenkarten vor. Ich kann ihren Beitrag nur unterschreiben.

Visitenkarten selbst erstellen oder lieber ein Muster nutzen?

Das hängt schwer davon ab, wie intensiv ihr euch mit der Gestaltung eurer Karten auseinandersetzen wollt und wie erfahren ihr in Sachen Bildbearbeitung und Design seid – letztlich spielt auch die euch zur Verfügung stehende Zeit eine Rolle. Das Selbstgestalten kann Stunden in Anspruch nehmen während ein bereits im Shop vorbereitetes Muster im einfachsten Fall mit ein paar Klicks ausgefüllt und druckfertig ist.

Visitenkarten-fuer-Blog-Changiereffekt

Wollt ihr eure Visitenkarten für den Blog selbst erstellen

… dann habt ihr verschiedene Möglichkeiten:
Am bekanntesten und beliebtesten ist wohl Photoshop – DIE Königin unter den Bildbearbeitungstools. Leider kostet es auch eine kleine Unsumme und wer das Programm nicht ohnehin nutzt, muss es sich nicht extra für Visitenkarten anschaffen. Das kostenlose Alternativ-Tool zu Photoshop dürfte Gimp sein. In meinen Augen ist es nicht komplizierter als das kostenpflichtige Programm, bedarf natürlich dennoch einiger Einarbeitung. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Tutorials dazu bei Youtube.

Der Vorteil von Photoshop bzw. Gimp liegt in meinen Augen darin, dass ihr mit Ebenen arbeiten könnt. Das hat mir sehr viel genützt, weil ich so z.B. die Hintergrundebene gesondert einfärben konnte oder mein Foto unabhängig vom Text hin und her schieben konnte. Außerdem stehen euch dort viele Werkzeuge und Effekte zur Verfügung, mit denen ihr eure Visitenkarten stark individualisieren könnt.

Wenn ihr gar nicht so stark in die Bildgestaltung eintauchen wollt, gibt es auch einige kostenlose, sehr einfache Tools, mit denen man ebenfalls Karten erstellen kann. Genannt seien hier nur beispielhaft IrfanView und Paint.NET.
Wer sich gut mit Design auskennt und weiß, was er will und wie man es hinbekommt, kann hier ganz individuelle Visitenkarten für den Blog zaubern.
Der Nachteil liegt aber in dem Zeitverlust: Ihr müsst euch eure Karten erst noch vorstellen, eine Idee entwickeln, einen klugen Aufbau – und das ganze eventuell zwei Mal für die Vorder- und Rückseite.

Visitenkarten mit Designvorlagen

… könnt ihr inzwischen bei vielen Anbietern online bestellen. Ich selbst habe das Design meiner Visitenkarten für den Blog zwar selbst erstellt, aber bei den meisten Shops kann man sich aus einer vordefinierten Auswahl passende Designvorlagen aussuchen. Der eine Shop erlaubt mehr Individualisierung als der andere, jedoch nehmen sie sich in meinen Augen nicht viel. Ihr entscheidet euch dort für einen Hintergrund, der am besten zu eurem Blog passt, und könnt eventuell sogar noch seine Farbe ändern. Dann kommt noch der notwendige Text hinzu und fertig ist euer Kärtchen.

Wer wirklich schnell Visitenkarten braucht oder aber so gar keine Idee zum Motiv hat, kommt mit dieser Variante eventuell besser klar. Solche Vorlagen haben allerdings auch ihre Grenzen und ihr könnt dort nicht jedes Detail umsetzen, wie ihr wollt. Da muss man sich einfach entscheiden, ob man damit leben kann.

Visitenkarten-fuer-Blogger

Welche Informationen gehören auf eine Blogger-Visitenkarte?

Jetzt geht es ans Eingemachte, zu dem es so viele verschiedene Meinungen wie Blogger gibt.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass man euren Blog mit der Visitenkarte verbindet – ist logisch, aber nicht immer leicht umzusetzen. Folgende Infos könnten eine Rolle spielen, müssen aber nicht alle aufgenommen werden:

  • Name eures Blogs – ausnahmsweise ein Muss! Wie sonst soll man wissen, wofür die Visitenkarte überhaupt gut ist?
  • Eure Domain – vor allem, wenn sie von euren Blognamen abweicht.
  • Euer eigener Name oder euer Pseudonym, unter welchem ihr bloggt. Meine Erfahrung ist, dass gerade der Kontakt zu Unternehmen unter dem realen Namen einfacher ist.
  • Kontaktmöglichkeiten – Es ist zwar schön, dass man eure Blogadresse kennt aber ihr solltet mindestens auch eine E-Mail Adresse angeben. Weiterhin könnt ihr eure Anschrift angeben, was den Charme hat, dass Unternehmens-Kontakte direkt eure Daten auf einen Blick haben.
    Auf vielen Blogger-Visitenkarten sieht man auch eine Auflistung aller (!) Social Media Kanäle. Ob das notwendig ist, hängt natürlich auch davon ab, ob ihr auf diesen Kanälen sehr aktiv seid oder sie lediglich gelegentlich nutzt. Ich habe auf meinen Visitenkarten bewusst darauf verzichtet, da ich auf Instagram und Co. nicht den ganzen Tag unterwegs bin und dort auch nicht so viel poste.
  • Logo oder Header – als Teil eurer Blog-Identität.
  • Themen des Blogs – Worüber bloggt ihr? Wenn ihr euer Steckenpferd direkt auf euren Visitenkarten vermerkt, weiß euer gegenüber euch direkt besser einzuordnen.
  • Eigenes Foto – Das ist natürlich nur eine Option, mit der ihr eurer Blogger-Visitenkarte ein „Gesicht gebt“. Aber absolut kein Muss.
  • QR-Code – war eine ganze Weile ein absoluter Hype auf Visitenkarten. 🙂 Wenn ihr allerdings eure Blog-URL bereits abbildet, wüsste ich nicht, wozu ein QR-Code noch notwendig ist. Wenn ihr noch viel Platz auf der Karte habt, könnte es aber zumindest ein interessanter Lückenfüller sein.

Bei all diesen Infos solltet ihr aber immer noch bedenken, dass die Visitenkarten eine Größe von 55 mm mal 85 mm haben. Dementsprechend solltet ihr sie auch nicht überfrachten.

Abschließende Tipps

  • Erstellt eure Druckdaten im Farbmodus CYMK, damit euer Druckergebnis optimal wird. Weil das andere besser erklären können als ich, hier mal eine kurze Darstellung.
  • Denkt an die Lieferzeit! Mal könnt ihr Glück haben und bekommt die Karten innerhalb einer Woche. Einige Anbieter geben allerdings bis zu 2 Wochen Lieferzeit an – natürlich mit der Option, durch Bezahlung eine schnellere Wirkung zu „kaufen“. 😉 Es ist definitiv für die Nerven und den Geldbeutel von Vorteil, wenn ihr früh genug bestellt.
  • Habt ihr eure gedruckten Visitenkarten erhalten, könnt ihr sie noch weiter pimpen – mit Stempeln, Stanzern, Washi-Tape oder bunten Stiften. Dadurch erhaltet ihr ein absolut einzigartiges Design, das dem Empfänger direkt ins Auge springt. Tolle Inspiration habe ich z.B. bei Anne von Neontrauma gefunden. Das werde ich in Zukunft auf jeden Fall in Angriff nehmen.

Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben. 😀

Verwendet ihr für euren Blog schon Visitenkarten? Welche Infos sind auf einer Visitenkarte eurer Meinung nach wichtig?

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Autor: Diana

Hallo! Ich bin Diana. Dieser Blog ist meine Spielwiese für Blogtipps, Organisation, besonders einfache Nageldesigns, schnelle DIYs und unkomplizierte Rezepte. Ich halte für dich meine Erfahrungen und spezielle Tipps fest, damit du die schönen Dinge ganz einfach nachmachen kannst. Mehr über mich

24 Kommentare

  1. sehr guter und informativer post
    ich persönlich nehme immer noch die adresse mit drauf, so kann ich sie auch im alltag nutzen und z.b. bei beautypress ist ein adressenaustausch für probeprodukte fast ein muss .
    deine karten sind wunderschön, passen auch super zum blog. genialer erkennungswert

    liebe grüße Hydrogenperoxid

    • Liebe Anni,
      danke dir für das Kompliment. 🙂 Die Adresse… wie konnte ich die vergessen? 😀 Danke für den Hinweis, ich nehme das direkt unter Kontaktmöglichkeiten mit auf.

  2. Hej,

    deine Visitenkarten sind wirklich schick geworden! Ich mag vor allem, dass du auch ein Foto von dir mit untergebracht hast – sowas ist wirklich hilfreich, damit sich Gesprächspartner später besser an einen erinnern und den Blog zuordnen können.

    Und danke für’s Verlinken meines Artikels. 🙂

    • Hallo. 🙂
      Ich finde auch, dass ein Foto die Karte etwas persönlicher macht – das ist ja unter Umständen für einen Blogger sehr wichtig.
      Verlinkt habe ich gerne. 🙂

  3. Herzlichen Dank für Deinen tollen Post. Ich habe mir auch erst vor Kurzem zum ersten Mal Visitenkarten für den Blog gemacht, was mich schon ein bisschen stolz gemacht. Seine eigenen Visitenkarten 😉
    Ich habe allerdings ganz bewusst erst mal auf meine Adresse verzichtet, weil ich die nicht unbedingt überall verteilen möchte. Ich habe aber erstmal nur 50 gedruckt und werde wahrscheinlich demnächst noch welche mit Adresse drucken. Dann kann ich je nach Bedarf die einen oder anderen benutzen 🙂
    Liebe Grüße an dich

    • Das ist eine richtig gute Idee! Auf meinen Visitenkarten habe ich auch keine Adresse drauf, weil sie ursprünglich tatsächlich erstmal für das dm-Event gedacht waren und Adressenaustausch da eher keine Rolle spielt. Aber ich werde wohl auch einen zweiten Satz Karten bestellen. 🙂
      Danke für die Anregung.

  4. ich habe auch schon lange meine eigene karte. finde ich sehr wichtig. danke für die tollen tipps!
    liebe gruesse!

  5. Hallo Liebes!

    Ersteinmal danke für den Link in deinem Artikel! Gibt es überhaupt ein größeres Lob, als weiterempfohlen zu werden? Ich habe mich sehr gefreut :3

    Dabei wünschte ich, ich wäre noch vor meinem eigenen Post über deinen gestolpert – er ist toll strukturiert und gibt klare Tipps und Hilfestellungen. Ich bin ja ein Fan von einer guten Poststruktur und fundiertem Inhalt, v.a. weil ich selbst einer ein „emotionaler“ Schreiber bin 😉

    Finde deine Karten auch sehr schön und gelungen – wie du sagst, ein Foto ist nicht jedermanns Sache!

    Gelungener Post, wirklich!

    lg
    Julia

    • Liebe Julia,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich fand deinen Artikel so toll geschrieben – du hast mir da auch wirklich aus dem Herzen gesprochen. 🙂

  6. Hallo meine Liebe,

    ich überlege mir schon lange ob ich mir Visitenkarten anschauen soll. Allerdings bin ich in Sachen Design eine komplette Niete. Schauen wir mal. Ich muß mich mal mit dem Thema mehr beschäftigen
    Ganz Liebe Grüße

  7. Hallöchen :3

    Ich habe schon oft über Visitenkarten nachgedacht und mir schlussendlich ein kleines Muster bestellt. Nur um festzustellen, dass alles verpixelt ist. Natürlich war ich direkt demotiviert weil ich es sehr schwer finde ein gutes und passendes Layout für die Karten zu basteln.

    Deine Karten sehen aber wirklich wirklich toll aus!

    LG Mimi

    • Hallo Mimi,
      das kann ich sehr gut verstehen, dass man nach einer Enttäuschung direkt demotiviert ist. Ich würde es an deiner Stelle aber dennoch nicht aufgeben. Vielleicht sieht es bei einer anderen Druckerei schon ganz anders aus oder du findest eine schöne Vorlage für deine Visitenkarten. 🙂

      Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Kommentar. 🙂

  8. Danke für diese vielen Tipps. Sehr schöner und hilfreicher Artikel.

    • Hallo Heli,
      danke für das liebe Kompliment. Es freut mich, wenn du aus dem Artikel hilfreiche Infos für dich herausziehen konntest. 🙂

  9. Sehr schicke Karten! Ich wollte mir auch welche machen lassen, aber ich hadere total mit dem Design – meine Schwachstelle…
    Aber zur nächsten Buchmesse habe ich welche….hoffe ich 😛

    Der Post ist gut geworden, sehr informativ

    LG
    Yasmin

    • Hallo Yasmin,
      deinen Kommentar sehe ich leider jetzt erst. Lieben Dank für das Lob, ich bin echt froh, dass ihr etwas mit dem Post anfangen könnt. 🙂

  10. Hey,
    ich habe mir zwar letzte Woche welche erstellt, fand deinen Artikel aber trotzdem sehr spannend! Meine habe ich kostenlos erstellen können (leider Werbung auf der Rückseite aber naja), allerdings weiß ich wirklich nicht an wen ich die Verteilen soll da ich nie auf Bloggertreffen oder soetwas gehe.

    xoxo

  11. Hi,

    ich habe meine Visitenkarten bei Europrint24.de gestaltet. Ich finde deren Online-Gestaltungsprogramm super easy.

    Viele Grüße

  12. Pingback: Visitenkarten für Blogger - Limalisoy

  13. Ein interessanter Post. Heutzutage kosten Visitenkarten, wenn man sie online drucken lässt ja wirklich nicht mehr so viel und ein Foto auf der Karte werde ich wohl auch machen. LG

  14. Pingback: Warum du als Blogger Visitenkarten brauchst

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